Zuchtstätte für Deutsche Schäferhunde vom kriegerischen Bergvolk
FCI-Standard Nr. 166 DEUTSCHER SCHÄFERHUND             Stockhaar          Langstockhaar URSPRUNG:  Deutschland   DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN OFFIZIELLEN STANDARDS : 11.08.2010 VERWENDUNG : vielseitiger Gebrauchs-, Hüte-und Dienstgebrauchshund KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 1 - Hütehunde und Treibhunde       Sektion 1 - Schäferhunde       Mit Arbeitsprüfung Kurzer geschichtlicher Überblick: Nach   den   amtlichen   Festsetzungen   des   Vereins   für   Deutsche   Schäferhunde   (SV)   e.V.,   Sitz   Augsburg,   im   Verband   für   das Deutsche    Hundewesen    -VDH-,    der    als    Gründerverein    der    Rasse    für    den    Rassestandard    des    Deutschen    Schäferhundes verantwortlich   zeichnet,   aufgestellt   in   der   ersten   Mitgliederversammlung   zu   Frankfurt/M.   am   20.   September   1899,   nach   den Vorschlägen   von   A.   Meyer   und   von   Stephanitz,   nebst   den   Ergänzungen   der   VI.   Mitgliederversammlung   am   28.   Juli   1901,   der XXIII.   Mitgliederversammlung   zu   Köln/Rh.   am   17.   September   1909,   der   Vorstands-und   Beiratssitzung   zu   Wiesbaden   am   5. September   1930   und   Zuchtausschuss-und   Vorstandssitzung   am   25.   März   1961,   im   Rahmen   der   Weltunion   der   Vereine   für Deutsche   Schäferhunde   -WUSV   -,   überarbeitet   und   bei   der   WUSV-Tagung   am   30.   August   1976   beschlossen,   überarbeitet   und katalogisiert    mit    Ermächtigungsbeschluss    durch    den    Vorstand    und    Beirat    vom    23./24.    März    1991,    geändert    durch    die Bundesversammlungen   vom   25.   Mai   1997,   31.   Mai/   01.   Juni   2008   und   6./7.   Juni   2009.   Der   Deutsche   Schäferhund,   mit   dessen planmäßiger    Züchtung    im    Jahre    1899    nach    Gründung    des    Vereins    begonnen    wurde,    ist    aus    den    mitteldeutschen    und süddeutschen   Schlägen   der   damals   vorhanden   gewesenen   Hütehunde   herausgezüchtet   worden   mit   dem   Endziel,   einen   zu hohen    Leistungen    veranlagten    Gebrauchshund    zu    schaffen.    Um    dieses    Ziel    zu    erreichen,    wurde    der    Rassestandard    des Deutschen    Schäferhundes    festgelegt,    der    sich    sowohl    auf    die    körperliche    Beschaffenheit    wie    auch    auf    die    Wesens-und Charaktereigenschaften bezieht. Allgemeines Erscheinungsbild: Der    Deutsche    Schäferhund    ist    mittelgroß,    leicht    gestreckt,    kräftig    und    gut    bemuskelt,    die    Knochen    trocken    und    das Gesamtgefüge fest. Wichtige Maßverhältnisse : Die   Widerristhöhe   beträgt   für   Rüden   60   cm   bis   65   cm,   bei   Hündinnen   55   cm   bis   60   cm.   Die   Rumpflänge   übertrifft   das   Maß der Widerristhöhe um etwa 10 -17 %. Wesen : Der    Deutsche    Schäferhund    muss    vom    Wesensbild    her    ausgeglichen,    nervenfest,    selbstsicher,    absolut    unbefangen    und (außerhalb    einer    Reizlage)    gutartig    sein,    dazu    aufmerksam    und    führig.    Er    muss    Triebverhalten,    Belastbarkeit    und Selbstsicherheit besitzen, um als Begleit-, Wach-, Schutz-, Dienst- und Hütehund geeignet zu sein. Kopf Der   Kopf   ist   keilförmig,   der   Körpergröße   entsprechend   (Länge   etwa   40   %   der   Widerristhöhe),   ohne   plump   zu   sein   oder überstreckt   zu   sein,   in   der   Gesamterscheinung   trocken,   zwischen   den   Ohren   mäßig   breit.   Die   Stirn   ist   von   vorn   und   von   der Seite gesehen nur wenig gewölbt und ohne oder mit nur schwach angedeuteter Mittelfurche. Das   Verhältnis   von   Oberkopf   zu   Gesichtsteil   beträgt   50   %   zu   50   %.   Die   Oberkopfbreite   entspricht   in   etwa   der   Oberkopflänge. Der   Oberkopf   geht   (von   oben   gesehen)   von   den   Ohren   zur   Nasenkuppe   sich   gleichmäßig   verjüngend   mit   schräg   verlaufendem, nicht   scharf   ausgebildetem   Stirnabsatz   in   den   keilförmig   verlaufenden   Gesichtsteil   (Fangteil)   des   Kopfes   über.   Ober-und Unterkiefer sind kräftig ausgebildet. Der   Nasenrücken   gerade,   eine   Einsattelung   oder   Aufwölbung   ist   nicht   erwünscht.   Die   Lippen   sind   straff,   gut   schließend   und von dunkler Färbung. Die Nase  muss schwarz sein. Das   Gebiss    muss   kräftig,   gesund   und   vollständig   sein   (42   Zähne   gemäß   der   Zahnformel).   Der   Deutsche   Schäferhund   hat   ein Scherengebiss,   d.h.   die   Schneidezähne   müssen   scherenartig   ineinandergreifen,   wobei   die   Schneidezähne   des   Oberkiefers scherenartig   die   des   Unterkiefers   überschneiden.   Auf-,   Vor-und   Rückbeißen   ist   fehlerhaft,   ebenso   größere   Zwischenräume zwischen    den    Zähnen    (lückenhafte    Stellung).    Fehlerhaft    ist    ebenso    die    gerade    Zahnleiste    der    Schneidezähne.    Die Kieferknochen müssen kräftig entwickelt sein, damit die Zähne tief in die Zahnleiste eingebettet sein können. Die   Augen    sind   mittelgroß,   mandelförmig,   etwas   schrägliegend   und   nicht   hervortretend.   Die   Farbe   der   Augen   soll   möglichst dunkel sein. Helle, stechende Augen sind nicht erwünscht, da sie den Ausdruck des Hundes beeinträchtigen. Ohren Der    Deutsche    Schäferhund    hat    Stehohren    von    mittlerer    Größe,    die    aufrecht    und    gleichgerichtet    getragen    werden    (nicht seitwärts   eingezogen),   sie   sind   spitz   auslaufend   und   mit   der   Muschel   nach   vorn   gestellt.   Kippohren   und   Hängeohren   sind fehlerhaft. In der Bewegung bzw. in Ruhestellung nach hinten angelegt getragene Ohren sind nicht fehlerhaft. Hals Der   Hals   soll   kräftig,   gut   bemuskelt   und   ohne   lose   Kehlhaut   (Wamme)   sein.   Die   Zuwinkelung   zum   Rumpf   (Horizontale) beträgt ca. 45 %. Körper Die   Oberlinie    verläuft   vom   Halsansatz   an   über   den   hohen   langen   Widerrist   und   über   den   geraden   Rücken   bis   zur   leicht abfallenden   Kruppe   ohne   sichtbare   Unterbrechung.   Der   Rücken   ist   mäßig   lang,   fest,   kräftig   und   gut   bemuskelt.   Die   Lende   ist breit,   kurz,   kräftig   ausgebildet   und   gut   bemuskelt.   Die   Kruppe   soll   lang   und   leicht   abfallend   (ca.   23°   zur   Horizontalen)   sein und ohne Unterbrechung der Oberlinie in den Rutenansatz übergehen. Die   Brust    soll   mäßig   breit   sein,   die   Unterbrust   möglichst   lang   und   ausgeprägt.   Die   Brusttiefe   soll   etwa   45   %   bis   48   %   der Widerristhöhe betragen. Die Rippen  sollen mäßige Wölbung ausweisen, tonnenförmige Brust ist ebenso fehlerhaft wie Flachrippigkeit. Die   Rute    reicht   mindestens   bis   zum   Sprunggelenk,   jedoch   nicht   über   die   Mitte   des   Hintermittelfußes   hinaus.   Sie   ist   an   der Unterseite   etwas   länger   behaart   und   wird   in   sanft   herabhängendem   Bogen   getragen,   wobei   sie   in   der   Erregung   und   in   der Bewegung stärker angehoben getragen wird, jedoch nicht über die Horizontale hinaus. Operative Korrekturen sind verboten. Gliedmaßen Vorhand Die Vordergliedmaßen  sind von allen Seiten gesehen gerade, von vorn gesehen absolut parallel. Schulterblatt   und   Oberarm    sind   von   gleicher   Länge   und   mittels   kräftiger   Bemuskelung   fest   am   Rumpf   angelagert.   Die Winkelung von Schulterblatt und Oberarm beträgt im Idealfall 90°, im Regelfall bis 110°. Die   Ellenbogen    dürfen   weder   im   Stand   noch   in   der   Bewegung   ausgedreht   werden   und   ebenso   nicht   eingedrückt   sein.   Die Unterarme   sind   von   allen   Seiten   gesehen   gerade   und   zueinander   absolut   parallel   stehend,   trocken   und   fest   bemuskelt.   Der Vordermittelfuß   hat   eine   Länge   von   ca.   1/3   des   Unterarmes   und   hat   einen   Winkel   von   ca.   20°   bis   22°   zu   diesem.   Sowohl   ein   zu schräg   stehender   Vordermittelfuß   (mehr   als   22°)   als   auch   ein   steil   stehender   Vordermittelfuß   (weniger   als   20°)   beeinträchtigen die Gebrauchseignung, insbesondere die Ausdauerfähigkeit. Die   Pfoten    sind   rundlich,   gut   geschlossen   und   gewölbt,   die   Sohlen   hart,   aber   nicht   spröde.   Die   Nägel   sind   kräftig   und   von dunkler Farbe. Hinterhand Die   Stellung   der   Hinterläufe    ist   leicht   rückständig,   wobei   die   Hintergliedmaßen   von   hinten   gesehen   parallel   zueinander stehen.   Oberschenkel   und   Unterschenkel   sind   von   annähernd   gleicher   Länge   und   bilden   einen   Winkel   von   ca.   120°,   die   Keulen sind kräftig und gut bemuskelt. Die Sprunggelenke  sind kräftig ausgebildet und fest, der Hintermittelfuß steht senkrecht unter dem Sprunggelenk. Die   Pfoten    sind   geschlossen,   leicht   gewölbt,   die   Ballen   hart   und   von   dunkler   Farbe,   die   Nägel   kräftig,   gewölbt   und   ebenfalls von dunkler Farbe. Gangwerk Der   Deutsche   Schäferhund   ist   ein   Traber.   Die   Gliedmaßen   müssen   in   Länge   und   Winkelungen   so   aufeinander   abgestimmt   sein, dass   er   ohne   wesentliche   Veränderung   der   Rückenlinie   die   Hinterhand   bis   zum   Rumpf   hin   verschieben   und   mit   der   Vorhand genausoweit   ausgreifen   kann.   Jede   Neigung   zur   Überwinkelung   der   Hinterhand   mindert   die   Festigkeit   und   die   Ausdauer   und damit   die   Gebrauchstüchtigkeit.   Bei   korrekten   Gebäudeverhältnissen   und   Winkelungen   ergibt   sich   ein   raumgreifendes,   flach über   den   Boden   gehendes   Gangwerk,   das   den   Eindruck   müheloser   Vorwärtsbewegungen   vermittelt.   Bei   einem   nach   vorn geschobenen    Kopf    und    leicht    angehobener    Rute    ergibt    sich    bei    einem    gleichmäßigen    und    ruhigen    Trab    eine    von    den Ohrenspitzen   über   den   Nacken   und   Rücken   bis   zum   Rutenende   verlaufende   weichgeschwungene   und   nicht   unterbrochene Rückenlinie. Haut Die Haut ist (lose) anliegend, ohne jedoch Falten zu bilden. Haarkleid Beschaffenheit des Haares Haar: Der Deutsche Schäferhund wird in den Haarvarie- täten Stockhaar und Langstockhaar -beide mit Unterwolle -gezüchtet. Stockhaar: Das   Deckhaar   soll   möglichst   dicht,   gerade   harsch   und   fest   anliegend   sein.   Am   Kopf   einschließlich   des   Ohrinnern,   an   der Vorderseite   der   Läufe,   an   Pfoten   und   Zehen   kurz,   am   Hals   etwas   länger   und   stärker   behaart.   An   der   Rückseite   der   Läufe verlän- gert   sich   das   Haar   bis   zum   Vorfußwurzelgelenk   bzw.   bis   zum   Sprunggelenk,   an   der   Rückseite   der   Keulen   bildet   es   mäßige Hosen. Langstockhaar: Das   Deckhaar   soll   lang,   weich   und   nicht   fest   anliegend   sein,   mit   Fahnen   an   Ohren   und   Läufen,   buschige   Hosen   und   buschige Rute   mit   Fahnenbildung   nach   unten.   Am   Kopf   einschließlich   des   Ohrinnern,   an   der   Vorderseite   der   Läufe,   an   Pfoten   und Zehen   kurz,   am   Hals   länger   und   stärker   behaart,   nahezu   eine   Mähne   bildend.   An   der   Rückseite   der   Läufe   verlängert   sich   das Haar bis zum Vorderfußwurzelgelenk bzw. bis zum Sprunggelenk und bildet an der Rückseite der Keulen deutliche Hosen. Farben Schwarz    mit    rotbraunen,    braunen,    gelben    bis    hellgrauen    Abzeichen.    Schwarz    einfarbig,    grau    mit    dunklerer    Wolkung, schwarzem   Sattel   und   Maske.   Unauffällige,   kleine   weiße   Brustabzeichen,   sowie   helle   Innenseiten   sind   zugelassen,   aber   nicht erwünscht.   Die   Nasenkuppe   muss   bei   allen   Farbschlägen   schwarz   sein.   Fehlende   Maske,   helle   bis   stechende   Augenfarbe   sowie helle   bis   weißliche   Abzeichen   an   Brust   und   Innenseiten.   Helle   Krallen   und   rote   Rutenspitze   sind   als   Pigmentschwäche   zu bewerten. Die Unterwolle zeigt einen leichten Grauton. Die Farbe weiß ist nicht zugelassen. Größe/Gewicht Rüden: Widerristhöhe 60 cm bis 65 cm Gewicht: 30 kg bis 40 kg Hündinnen: Widerristhöhe 55 cm bis 60 cm Gewicht 22 kg bis 32 kg Hoden Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden. Fehler Jede    Abweichung    von    den    vorgenannten    Punkten    sollte    als    Fehler    angesehen    werden,    dessen    Bewertung    im    genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte. Schwere Fehler Abweichungen von den vorstehend beschriebenen Rassekennzeichen, die die Gebrauchsfähigkeit beeinträchtigen. Ohrenfehler: Seitlich zu tief angesetzte Ohren, Kippohren, Schildspannerstellung der Ohren, nicht gefestigte Ohren. Erhebliche Pigmentmängel. Stark beeinträchtigte Gesamtfestigkeit. Zahnfehler: Alle   Abweichungen   vom   Scherengebiss   und   der   Zahnformel,   soweit   es   sich   nicht   um   ausschließende   Fehler   (siehe   folgendes) handelt. Ausschließende Fehler a) Wesensschwache, bissige und nervenschwache Hunde. b) Hunde mit nachgewiesener “schwerer HD”. c) Monorchiden und Kryptorchiden sowie Hunde mit deutlich ungleichen bzw. verkümmerten Hoden. d) Hunde mit entstellenden Ohren-bzw. Rutenfehlern. e) Hunde mit Missbildungen. f)   Hunde   mit   Zahnfehlern   bei   Fehlen   von:   1   mal   Prämolar   3   und   ein   weiterer   Zahn   oder   1   Fangzahn   oder   1   Prämolar   4   oder   1 Molar 1 bzw. Molar 2 oder insgesamt 3 Zähne und mehr. g) Hunde mit Kiefermängeln: Rückbiss von 2 mm und mehr, Vorbiss, Aufbeißen im gesamten Schneidezahnbereich. h) Hunde mit Über-bzw. Untergröße von mehr als 1 cm. i) Albinismus j) Die Haarfarbe weiß (auch bei dunklen Augen und Nägeln). k) Langstockhaar ohne Unterwolle. l) Langhaar (langes, weiches Deckhaar ohne Unterwolle, meist auf der Rückenmitte gescheitelt, Fahnen an Ohren und Läufen und an der Rute).
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